Über unsere Gefühle und Empfindungen
Wir sind fühlende Wesen und nehmen mit allen Sinnen wahr. Als Babys sind wir hochfühlend und wissen instinktiv, mit welcher Gefühlslage sich uns jemand nähert und uns berührt.
Je besser sich die Mutter bzw. die ersten Bezugspersonen emotional auf das Baby einstimmen, desto eher kann das Baby vertrauen finden, sich sicher und verstanden fühlen. So bleibt sein System entweder offen oder es verschließt sich körperlich und emotional und passt sich dementsprechend den Umständen an.
Meist fehlt der Mutter selbst der sichere Halt in sich, die Verbindung zu ihrem Schoßraum und ihrem Bauchgefühl und somit auch zu ihrer Kraft.
Auch lernen wir über unsere Bezugspersonen welche Gefühle von uns akzeptiert werden. Wir spüren sehr schnell, ob es Raum und Verständnis für all unsere Gefühle gibt, ob wir ok sind, auch wenn wir wütend oder ängstlich sind. Wir spüren, was in unserer Familie akzeptiert wird oder was einfach nicht geht, wofür es keinen Platz gibt, was man so nicht macht oder wie man sich verhält. So fangen wir an unsere Gefühle und unser Verhalten zu bewerten, zu kontrollieren und anzupassen.
Für die meisten Menschen ist es eine echte Herausforderung im Moment und im Körper ganz präsent zu sein und zu fühlen was sie gerade fühlen. Wir sind oft so überlagert von Geschichten und Traumatas aus der Vergangenheit um uns spontan mit unseren Gefühlen zu zeigen. Scham, Schuld und die Angst, von den eigenen intensiven Gefühlen überflutet zu werden oder darin abgelehnt zu werden halten uns im Verstand und in der Kontrolle darüber.
Im Körper ist alles gespeichert, er spiegelt unsere Vergangenheit wieder. Wenn wir beginnen, in Berührung mit unserem Körper zu kommen, kommen wir auch in Kontakt mit allem was ungefühlt und ungeliebt ist, was erstarrt und eingefroren ist. Die Energien beginnen zu fließen, wenn wir mit allem was da ist intim werden. Wir können entspannen, weich werden, empfänglich für unsere Umwelt und das Leben. Wir können wieder im Körper und in unserem Schoßraum ankommen, uns wohl und geborgen in ihm fühlen, fühlen, dass wir ok sind, in uns ganz, gut genug, einfach die Liebe, die wir sind.
